Möglichst viele Fotos und Videos machen, die Reise von unterwegs weiter planen, unseren Blog pflegen, Theo zwischendurch bespaßen und ab und zu Musik oder Hörbücher hören oder Filme anschauen – so sahen unsere “bescheidenen” Wünsche zur Technik aus. Und natürlich wollen wir alle Geräte möglichst oft und möglichst schnell aufladen können. Gewicht und Verfügbarkeit aller Gegenstände spielen dabei auch eine Rolle: Wer ein kleines Kind mit sich herum schleppt, braucht nicht noch einen vollgestopften Technik-Rucksack oben drauf.

So haben wir unsere Packliste zusammengestellt

Unsere wichtigsten zwei allgemeinen Packregeln lauten…

Erstens: Multitasking! Im Idealfall sollte alles, was im Gepäck ist, mehr als einen Zweck erfüllen.

Zweitens: Wegwerfen! Am Ende ist immer weniger nötig als am Anfang gedacht. Daher sollte man alles, was man mitnimmt, auch unterwegs aussortieren können. Diesen Leitsatz werden wir im Blog bestimmt noch öfter wiederholen, weil er einfach auf alle Bereiche zutrifft.

Im Fall Technik ist zumindest die zweite Regel nicht so leicht umzusetzen. Technische Geräte sind teuer und unterwegs nicht immer leicht zu beschaffen. Die wirft man nicht einfach weg. Um uns Klarheit zu verschaffen, haben wir zunächst einmal aufgelistet, wofür wir überhaupt Technik benutzen und dann überlegt, welche Geräte wir dafür tatsächlich brauchen.

1. Reiseplanung von unterwegs

Hotels und Flüge lassen sich problemlos online buchen, auch kurzfristig. Den Laptop wollten wir aber auf keinen Fall mitnehmen: Zu schwer, zu teuer, zu empfindlich. Das Handy funktioniert aber anders als ein Laptop, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Ganz abgesehen von der Bildschirmgröße sind nämlich nicht alle Formulare und Eingabemasken für mobile Geräte optimiert und lassen sich auf dem Handy u. U. gar nicht bedienen. Darum haben wir uns auf Buchungsdienste beschränkt, die eigene Apps anbieten (Booking, Agoda, hostelword für Hostels und AirAsia für Flüge innerhalb Südostasiens). So konnten wir den Laptop getrost zu Hause lassen. Allerdings hilft es, sowohl ein Android-, als auch ein Apple Gerät zu haben, da manche Dienste nur auf einem der beiden Systeme funktionieren. 

2. Bloggen von unterwegs

Alle Funktionen, die wir fürs Bloggen brauchen (WordPress, Fotos etc.) haben wir im Vorfeld ausgiebig mit dem Handy getestet. Das Blog war bei Abreise schon fertig aufgesetzt, weil technische Veränderungen vom Handy aus oft sehr mühsam sind. Trotzdem haben wir doch noch ein altes Tablet und eine Bluetooth Tastatur (*) eingepackt. Das Tablet haben wir kaum benutzt und dann von Khao Lak aus Annes Verwandten nach Hause mitgegeben. Mit etwas Geduld reicht das Smartphone völlig aus.

Die Kamera konnten wir per wifi mit dem Handy verbinden und über die App Canva (leider nur für Apple) konnten die Bildgrößen unterwegs bearbeiten. Bei Canva lassen sich allerdings keine eigenen Bildgrößen anlegen. Man ist auf fertige Formate festgelegt, findet aber immer etwas Passendes. WordPress bietet auch eine App an, war für uns aber per Webbrowser leichter zu bedienen. Texte, Notizen und Fotos haben wir unterwegs im Google Drive gespeichert, so dass wir von beiden Handys aus drauf zugreifen konnten. Mit der Swype Tastatur textet es sich auf dem Bildschirm auch ganz flüssig. Videos haben wir – mangels youtube Kanal – nur für den Privatgebrauch gemacht.  

3. Unterhaltung für uns und Theo

Ebooks, Podcast, Hörbücher, Filme und Serien waren natürlich auch in unserem digitalen Gepäck. Außerdem lässt sich Theo mit Handy-Videos über manche lange Busfahrt oder Checkin-Schlange hinwegtrösten. Mit an Bord waren z. B. folgende Apps: Amazon Video(*) für Filme, Audible(*) für Hörbücher, OnLeihe für die Ausleihe von EBooks per Büchereiausweis, zwei Staffeln Sandmännchen für Theo (offline verfügbar bei Amazon Video) und das Spiel App für die Kleinsten für zwischendurch. Damit die Handys nicht dauerbelegt werden und unterwegs noch für Navigation zur Verfügung stehen, haben wir zusätzlich ein Amazon Fire Tablet(*) für wenig Geld gekauft. Kann im schlimmsten Fall auch mal zu Bruch oder verloren gehen. (Vorsicht: Das Tablet hat kein normales Android, dafür aber einen eigenen Amazon App Store)

4. Fotografieren und Filmen

Zu Theos Geburt haben wir uns eine Sony Alpha 6000(*) gekauft, dazu drei 64 GB und drei 64 GB Speicherkarten(*). Um dann festzustellen, dass zu allen wichtigen Ereignissen meistens doch nur das Handy zur Hand war. Geschätzte 80% unserer Baby-Fotos nach der Geburt sind auf dem Handy entstanden. Deshalb haben wir uns rechtzeitig vor der Reise noch neue, hochwertigere Handys besorgt. Auf die Reise kam die Kamera natürlich trotzdem mit. Wir packten sie in eine Neoprenhülle, so dass sie einfach in die Wickeltasche passte. Eine eigene Kameratasche nimmt mehr Platz weg und führt am Ende nur dazu, dass wir die Kamera irgendwo liegen lassen. Für private Videos reichte das Handy aus. Die Kamera hat keinen aufklappbaren Bildschirm, ist also für Selfies ungeeignet. Einen Selfiestick kriegt man in touristischen Regionen an jeder Ecke; wir haben ihn erst am letzten Tag der Reise gekauft, eher aus Spaß. Auf die nächste Reise würden wir ihn aber auf jeden Fall mitnehmen. Um die Kamera immer einsatzbereit zu halten, hatten wir außerdem zwei Akkus(*), von denen jeweils einer am Ladegerät blieb.

5. Stromversorgung für alle Geräte

Um alle Geräte unterwegs schnell aufladen zu können, besorgten wir uns eine gute, aber nicht zu schwere Powerbank mit zwei USB Ausgängen(*), die zwei Geräte gleichzeitig aufladen kann. Zudem hatten wir eine schmale Mehrfachsteckdose(*) dabei, da Hotelzimmer oft nur 1-2 Steckdosen anbieten.

6. Nicht zu vergessen

Über die Wahl des richtigen Adapters haben wir uns eindeutig zu viele Sorgen gemacht. Den klobigen Adapter, den wir dabei hatten, brauchten wir erst in Malaysia. Wo er, wie sich herausstellte, nicht mal richtig funktionierte. Und im Laden ohne Probleme durch einen landesüblichen Stecker ersetzt werden konnte.

Zu den wichtigsten Geräten gehörte dagegen eindeutig unsere Stirnlampe(*), die uns ermöglichte, abends trotz schlafendem Kind noch die Tasche zu packen. Ein Doppelkopfhörerstecker(*) musste auch mit, um zu zweit Filme zu schauen, sobald Theo schläft. Last but not least haben wir noch eine Rolle Tesafilm für kleinere Reparaturen eingepackt. Um Kabel, Akkus, Speicherkarten etc. in Ordnung zu halten, brauchten wir außerdem einige kleinere Taschen.  

Technik aufrüsten

In Großstädten wie Bangkok oder Kuala Lumpur findet man im Grunde jedes technische Gerät, das es auch in Deutschland gibt. Es ist nur eine Frage der Geduld, sprich: der Zeit. Speicherkarten, Netzadapter und ähnlichen Touristen-Bedarf gibt es eigentlich überall, wo sich viele Touristen tummeln.

Packliste

Hier kommt nun in aller Kürze unsere “Technik”-Packliste, die wir für jede weitere Reise empfehlen würden. Alle mit (*) gekennzeichneten Links sind Affiliate Links. Mithilfe dieser Links könnt Ihr die Artikel einzeln ganz einfach über Euer privates Amazon-Konto bestellen.**

Was fehlt Eurer Erfahrung nach in dieser Technik-Packliste? Und was kann raus? Und warum? Schreibt es uns einfach in die Kommentare!

 

** Für Käufe, die über Affiliate Links zustande kommen, bekommen wir eine kleine Provision. Dadurch ändert sich aber der Verkaufspreis für Euch nicht.

 

Share: